Rat aus Riehen - #11

Wir müssen in Infrastruktur und Zukunft investieren

Vorletzte Woche hat der Riehener Einwohnerrat den grössten Kredit für einen Bau in der Geschichte Riehens gesprochen, damit das Wasserstelzen Schulhaus für über 34 Millionen Franken komplett saniert werden kann. In der gleichen Sitzung wurde auch noch die Sanierung der Turnhalle des Burgschulhauses für dreieinhalb Millionen Franken beschlossen.

Das ist natürlich ein reines Riehener Thema. Gleichwohl dürfte es ein Symbol einer generellen Situation in unserem Land sein. Viele Infrastrukturprojekte wurden in den 1960er und 70er Jahren erstellt. Aufgrund der durchschnittlichen Lebenszeit der Bauwerke ist es daher nicht erstaunlich, dass nun in der aktuellen Zeit die grossen Sanierungen dieser Infrastrukturbauten anstehen.

Was mir hingegen Sorgen bereitet, ist die Zukunft. Nach meiner subjektiven Einschätzung werden im Kanton Basel-Stadt keine und in der Schweiz aktuell kaum Infrastrukturprojekte realisiert. Hingegen kann ich spielend einige Projekte aufzählen, bei denen Einsprachen den Baubeginn verzögern oder aus anderen Gründen die Planung nicht richtig voran geht:

- Hafenbecken 3
- Herzstück
- Realisierung Hallenbad und 50m-Becken
- Entwicklung Klybeckareal
- Zuganbindung EuroAirport
- Gundelitunnel

Sollen die künftigen Generationen also noch etwas zu sanieren - und vor allem eine funktionierende Infrastruktur - haben, sollten wir zügig Infrastrukturprojekte realisieren.