Rat aus Riehen - #13

Freiheit und Sicherheit sind nicht gratis – viele merken es jetzt

In den aktuellen Zeiten, die für meine Generation die unruhigsten sind, die wir kennen, besinnen sich immer mehr Menschen auf alte Werte und Institutionen zurück. Eine solche Institution, die immer mal wieder wie aus der Zeit gefallen wirkt, ist die Armee. Zugegeben: Auch ich sehe Punkte, die man im Militär verbessern müsste und auch ich bin gerade froh, dass der diesjährige WK bereits hinter mir liegt. Dennoch erscheint für mich der Nutzen einer Armee als letzte Sicherheitsreserve überlebensnotwendig für jedes Land zu sein. Mich freut zu sehen, dass immer mehr Menschen erkennen, dass wir unsere Freiheit und unsere Sicherheit auch verteidigen müssen – oder zumindest, dass wir darauf vorbereitet sein müssen. Ich mache dies an zwei Erlebnissen fest:

1.) Kürzlich hat jemand mir gesagt, dass es doch gut sei, dass die Abstimmung über die
Kampfjets so herausgekommen sei und trotz der eigenen Nein-Stimme die Beschaffung
beschlossen wurde.

2.) Ich stelle im eigenen Militärdienst fest, dass die AdA (Angehörigen der Armee) motivierter sind, ihren Dienst zu leisten als noch vor ein paar Jahren. Rückfragen, wieso man nun etwas machen müsse, sind deutlich seltener zu hören.

Es ist also in der Bevölkerung – zumindest teilweise – festzustellen, dass der Wert von Freiheit und Sicherheit wieder mehr gewichtet wird. Dies ist erfreulich. Gleichwohl müssen wir uns bewusst sein, dass wir Institutionen im Sicherheitsbereich schnell abgebaut haben, jedoch nur über viele Jahre wieder aufbauen können. Es ist darum umso wichtiger, das Knowhow zu erhalten, damit es im Bedarfsfall eingesetzt werden kann.